Game of Thrones. Emanzipatorisches und antiemanzipatorisches Potenzial der Serie

Game of Thrones ist eines der erfolgreichsten kulturindustriellen Machwerke unserer Zeit. So gut wie jede*r dürfte immer wieder mit der Frage konfrontiert sein: „Wie fandest du die letzte Folge?“ Wie alle kulturindustriellen Machwerke spiegelt Game of Thrones dabei aktuell in unserer Gesellschaft vorherrschende Bilder und Einstellungen wider und kann daher in der Analyse und Kritik als Mittel zu einer emanzipatorischen Gesellschaft genutzt werden. Insbesondere Geschlechterbilder und -rollen eignen sich dabei besonders, da das Patriarchat als hegemoniale Herrschaftsform in der Warengesellschaft ebenfalls in der Kulturindustrie sichtbar wird. Auf der anderen Seite kann sich die Frage gestellt werden, ob eventuell einzelne Aspekte einiger Serien oder Filme, trotz Einbettung in das warenproduzierende Patriarchat, womöglich sogar subversives Potenzial besitzen.

Alexander Will wird daher in seinem Vortrag auf emanzipatorisches und antiemanzipatorisches Potenzial in der Serie Game of Thrones eingehen und dabei einen Schwerpunkt auf die Geschlechterbilder legen. Er ist Historiker und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Geschichte des Antisemitismus, Genozid- und Gewaltgeschichte, sowie Mittelalterprojektionen und -bildern. Zudem ist er Mitglied der Hamburger Studienbibliothek, einem materialistischen Bibliotheksprojekt zur Schaffung einer kritischen Gesellschaftstheorie.

Die Veranstaltung findet am 28. Mai ab 18 Uhr in der Hochschule Neubrandenburg (Haus 1, Raum 317) statt.

Foto: Thorsten Frenzel auf Pixabay