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Danke, Rita Süssmuth!

In ihren zahlreichen Ämtern, insbesondere als Präsidentin des Deutschen Bundestages von 1988 bis 1998, prägte sie die politische Landschaft Deutschlands maßgeblich. Ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit, Integration und Gleichstellung wird unvergessen bleiben.

Besonders danken wir ihr für ihren unermüdlichen Einsatz während der HIV-Epidemie in den 1980er und 1990er Jahren. In einer Zeit, in der auch in Deutschland viele Menschen aufgrund von Vorurteilen und Ängsten stigmatisiert wurden, setzte sich Rita Süssmuth mutig für die Rechte der Betroffenen ein. Sie war eine Stimme der Vernunft, die gegen die gesellschaftlichen Tabus ankämpfte und Verständnis sowie Mitgefühl in der Öffentlichkeit fördern wollte. Stets nach dem Credo: „Wir bekämpfen die Krankheit, nicht die Menschen“

Rita Süssmuth forderte die Bundesregierung unermüdlich auf, präventive Maßnahmen zu ergreifen, die medizinische Versorgung von Menschen mit HIV/AIDS zu verbessern und die Forschung zu unterstützen. Sie trat dafür ein, dass die Stigmatisierung von infizierten Menschen beendet wird und dass Aufklärung und Bildung im Mittelpunkt der Bekämpfung dieser Epidemie stehen.

Wir trauern um eine bemerkenswerte Frau, deren Vermächtnis weit über ihre politische Karriere hinausgeht. Rita Süssmuth wird uns in dankbarer Erinnerung bleiben.