Rostock: 10.000 Menschen zeigen Flagge für Vielfalt

10.000 Menschen demonstrierten am Samstag auf dem Christopher Street Day in Rostock für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Die Demonstration, die unter dem Motto „20 Jahre CSD Rostock – Mehr als bunt, laut und schrill“ durch die Stadt zog, begann mit einem politischen Auftakt am Neuen Markt, auf dem die Veranstalter*innen ihre politischen Forderungen artikulierten und die Politik aufriefen, weitere politische Forderungen umzusetzen. Die Vorsitzende des CSD Rostock e.V., Jule Esteh, zeigt sich zufrieden und sieht in den Teilnahmezahlen ein unmissverständliches Zeichen an Landes- und Bundespolitik:

„10.000 Menschen haben heute in Rostock eindrucksvoll gezeigt, dass die Queere Community in Mecklenburg-Vorpommern politische Ansprüche hat und noch weitere Schritte in der Gleichstellungspolitik erwartet. Und zwar nicht erst in 20 Jahren, sondern sehr zeitnah!“

Max Rentner, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, ergänzte: „Trotz aller Fortschritte in den letzten Jahren gibt es noch viele Baustellen, die noch dringend geschlossen werden müssen. Artikel 3 des Grundgesetzes muss dringend um das Merkmal der sexuellen Identität ergänzt werden, das Blutspendeverbot für Männer*, die Sex mit Männern haben, gehört aufgehoben und das Adoptionsrecht für lesbische Frauen nachgebessert.“

Bezogen auf die Landespolitik betont Vorsitzende Esteh: „Sozialministerin Drese hat uns heute auf der Bühne versprochen, den Landesaktionsplan für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in einem breiten Beteiligungsprozess fortschreiben zu wollen. Wir sind sehr gespannt auf den Prozess und werden natürlich auch unsere Community aufrufen, ihre Perspektiven intensiv dort einzubringen.“

Weitere Forderungen des CSD Rostock und seines norddeutschen Dachvereins finden Sie unter www.csd-nord.de

Text: PM CSD Rostock e. V. // Foto: M. Spittel

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