Crowdfunding für Kurzfilmprojekt gegen Homophobie und für mehr Liebe

Der Kurzfilm DAMALS PLÖTZLICH JETZT ist das absolute Herzensprojekt von Melissa und Mo Jäger. Sie erzählen darin eine sehr persönliche Geschichte, die das Problem der extrem steigenden Diskriminierung von Menschen aus der LGBTQIA+ Community angeht. Melissa und Mo Jäger sind ein lesbisches, verheiratetes Filmemacherinnen-Paar, das mit allen Projekten versucht relevante und emotionale Geschichte zu erzählen, die Queerness normalisieren und Hoffnung geben.

Melissa und Mo Jäger sind nur noch ein kleines Stückchen entfernt diesen wichtigen Film drehen zu können. Aber sie brauchen Hilfe! Für das Projekt gibt es bereits Filmförderung von der Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und der Förderinstitution Medienboard Berlin-Brandenburg, doch ein bisschen Geld oder auch Materialspenden fehlen noch. Haben Sie Lust Unterstützer*innen zu werden?

In DAMALS PLÖTZLICH JETZT trifft Pippa (38) auf einer Hochzeit ihre Ex-Freundin Jael (34) wieder. Die Begegnung löst in den beiden Frauen nicht nur Erinnerungen an das Ende ihrer Beziehung, sondern auch an das gemeinsam erlebte Trauma aus. Seit einem homophob-motivierten gewalttätigen Übergriff leidet Pippa unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, die das Genießen im Hier und Jetzt geradezu unmöglich macht. Als Pippa vor versammelter Hochzeitsgesellschaft eine Panikattacke bekommt, schafft Jael es, sie zu beruhigen und Pippa versteht, dass sie ihre Angst mit dem Halt von Jael und ihren Freund*innen überwinden kann.

Queeres Leben findet nicht nur in den Metropolen statt, ebenso wie Hetze und Hass gegen Queere nicht nur auf dem Land gelebt wird. Als wir das erste Mal von dem Atlas nienawiści, dem Atlas des Hasses, gehört haben, waren wir schockiert. Eine Karte von Polen, in der Städte, Orte und Kommunen eingetragen sind, die sich offiziell als LGBT-freie Zonen bezeichnen. Inzwischen ist auf der Karte mehr als 30 % der Fläche des Landes rot eingefärbt. Dieses Rot bedeutet für Menschen, die schwul, lesbisch, bi-, trans- oder intersexuell sind, die absolute Ablehnung, soziale Ausgrenzung, keine Zukunft und gewalttätige Übergriffe. In Ungarn wurde das 3. Geschlecht wieder abgeschafft. Selbst in Deutschland verschärft sich Diskriminierung in Gewaltakten und Mobbing von Homosexuellen und Transmenschen. Offen gelebter Hass. Mitten in Europa. In Ländern, die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind.

Was können wir dagegenhalten? – Ganz persönlich nur die Kunst, die emotionale Stimme in uns, die Geschichten erzählen will um damit Brücken zu schlagen, Verbindungen zu bauen und zu unterstreichen, dass wir alle gleich sind – vor allem, wenn es um das Herz und die Liebe geht. Deswegen betten wir diese dramatische Geschichte in eine Liebesgeschichte und in die Welt einer farbenfrohen und energetisch-gut-aufgeladenen, queeren Hochzeitsfeier ein.

Seit nun mehr als vier Jahren arbeiten Melissa und Mo Jäger als Autorinnen-Duo zusammen (zuletzt z. B. für die ZDF Serie „WIR“) und bereiten als Regie-Duo neben diesem Kurzfilmprojekt ihr Kinodebüt vor. Neben großer Demut vor ihrer Verantwortung sind die beiden angetrieben von der Überzeugung, dass filmische Bilder die Realität von Morgen mitgestalten können, Aufmerksamkeit erregen und Perspektiven schaffen, vielleicht sogar politischen Wandel erzeugen, defintiv eine Stütze sein können. Helfen Sie dabei!

Hier geht es zur Crowdfunding-Kampagne: https://www.leetchi.com/c/no-go-short-film-against-homophobia-in-the-eu

Text/Bild: Melissa Jäger

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