Gedenken an lesbische Opfer der Nazi-Herrschaft

Die Erinnerung an die im Konzentrationslager Ravensbrück und dessen Außenlagern internierten Lesben ist seit Jahrzehnten höchst umstritten. Historiker*innen betonen, dass homosexuelle Frauen zwar von den Nazis nicht aufgrund des Strafgesetzbuch-Paragrafen 175 verfolgt wurden, ihr Lesbischsein aber ein Faktor war, der dazu beitragen konnte, im Konzentrationslager zu landen. Dort trugen Lesben nicht den Rosa Winkel, sondern wurden u. a. mit dem schwarzen Winkel als „Asoziale“ gekennzeichnet. Diese Unsichtbarkeit führt bis heute zu einer Marginalisierung dieser Gefangengruppe in der Erinnerungskultur. Mit einer Gedenkrede und Kranzniederlegung am Gedenkort „Trauende“ wurde in der CSD-Woche besonders an diese Opfer erinnert.

In den Redebeiträgen von Iris Arndt (Foto) und Marcel Spittel wurde deutlich, wie sehr sich die Diskriminierungsnarrative von damals bis in die Gegenwart fortsetzen. Wir haben eine besondere Verantwortung diese Erinnerung fortleben zu lassen.

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