Regenbogenflagge am Rathaus gehisst

Erstmals in der Geschichte Neubrandenburgs wurde am vergangenen Sonntag im Beisein von Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) die Regenbogenflagge am Rathaus gehisst. Damit wurde die CSD-Woche in der Kreisstadt eröffnet.

In seiner Rede hob Witt hervor, dass er sehr stolz darauf sei, dass vor dem Bahnhof in Neubrandenburg das ganze Jahr eine Regenbogenflagge weht. Dies sei ein Willkommensgruß für alle Bürger*innen und Gäste der Stadt und zugleich ein wichtiges Zeichen für Vielfalt und Toleranz in der Vier-Tore-Stadt.

Etwa 20 Personen waren dabei, als die Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst wurde.

Marcel Spittel, Vorsitzender des Vereins queerNB, betonte, dass das Hissen der Regenbogenflaggen keinesfalls ein Symbol misszuverstehen sei, welches für ein LSBTIQ*-Paradies stehe. Nach wie vor gibt es auch in Neubrandenburg Queerfeindlichkeit. Jedoch ist das Setzen der Flagge als Zeichen zu verstehen, dass LSBTIQ* wahrgenommen und wertgeschätzt werden und dass man sich auf den Weg macht, ihre Lebenssituation zu verbessern. Dabei verwies Spittel u. a. auf die Situation in Neubrandenburgs Partnerstädten Koszalin (Polen) und Petrosawodsk (Russland), wo ein solches Zeichen momentan noch nicht möglich ist.

Die Regenbogenflagge wird bis Ende der Woche vor dem Neubrandenburger Rathaus wehen. Am 30. Juli findet anlässlich des CSDs eine Demonstration in Neustrelitz statt.

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Text/Foto: queerNB

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