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Nach Flaggendiebstahl: LSVD MV fordert Änderung in der Polizeistruktur

„Der Diebstahl der Regenbogenflagge vor dem Bahnhof in Neubrandenburg und stattdessen das Hissen einer Hakenkreuzfahne ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft und unsere Demokratie, den wir auf das Schärfste verurteilen“, so Sebastian Witt, Vorsitzender LSVD Queer MV e.V.

„Für uns unverständlich ist es, dass seit mehreren Jahren in Neubrandenburg derartige Vorfälle im Vorfeld des dortigen CSD stattfanden. Hier gilt es zu klären, welche präventiven Maßnahmen eingeleitet wurden, um derartige Straftaten zu verhindern“, so Roy Rietentidt, Bildungsreferent des LSVD Queer MV e.V.

„Die Entwicklung geht immer mehr dahin, dass Ansprechpersonen für Diversität in der Polizei benötigt werden, die ausreichend Zeit haben, sich dieser Aufgabe zu widmen! Zudem haben wir als Vertreter*in der queeren Community den Eindruck, dass die bisherigen Ansprechpersonen aus der Fläche zunehmend abgezogen worden sind. So kennen wir die aktuelle Ansprechperson für LSBTI der Landespolizei für die Region Neubrandenburg nicht und es besteht auch kein Kontakt“, so Sebastian Witt.

„Um die Ziele der letzten Innenministerkonferenz 2023 erreichen zu können, bedarf es dringend eine Änderung in der Polizeistruktur! Es gibt seit vielen Jahren Bundesländer, die sich in Bezug auf die queere Sichtbarkeit deutlich besser aufgestellt haben, wie z. B. die Bundesländer Berlin, Hamburg, Bremen oder Schleswig-Holstein. Der Kampf gegen Queerfeindlichkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Nur gemeinsam mit den kommunalen Trägern, dem Land und dem Bund, der Landes- und Bundespolizei sowie zivilen Kräften können wir diesem Kampf gewinnen“, so Roy Rietentidt.

„Der LSVD Queer Mecklenburg-Vorpommern fordert deshalb den Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Christan Pegel, auf, endlich feste und langfristige Ansprechpersonen für Diversität in der Landespolizei zu schaffen. Die gleiche Forderung richten wir an die Bundesministerin des Innern und für Heimat, Frau Nancy Faser für den Bereich der Bundespolizei. Gerade hier fällt auf, dass die regionale Bekanntheit der Ansprechpersonen in dem letzten Jahr zunehmend aus der Fläche gezogen wurde“, so Sebastian Witt.

Text: PM LSVD MV

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